2. Etappe: Der Osten von England

16.06.2025 bis 18.07.2025

Von Dover an der Ostküste bis Edinburgh

Mental war ich auf nebliges und regnerisches Wetter in England vorbereitet. Hatte dann aber so gut wie keinen Regen und dafür sonnige, warme Sommertage. Das Reisen ist sehr einfach, sofern man schmale Straßen mag. Die Autofahrer außerhalb von Städten verhalten sich defensiv, es ist alles gut ausgeschildert und an den Linksverkehr gewöhnte ich mich schnell. Schwierig ist nur die Parksituation. Parkplätze in Ortschaften gibt es für große Fahrzeuge kaum. Am einfachsten ist es am Stadtrand auf einem Parkplatz der zahlreichen Supermärkte zu bleiben. 

 

Die Menschen sind sehr kommunikationsfreudig. Vom ersten Abend an hatte ich laufend Gespräche zum Wohnmobil und dem Reiseverlauf. Jeder hatte Reisetipps parat. Aber auch beim Fotografieren oder Spazierengehen. Immer wieder wurde man in ein Gespräch verwickelt.

 

Die Ortschaften sind in der Regel sehr gepflegt. Die Bauweise der Häuser wechselt je nach Region. Meistens Steinhäuser aber auch Fachwerk oder Ziegelbauweise. Nur in den Städten kommt es vor das jemand in seinem 6m² Vorgarten Sperrmüll lagert. 

Es gibt unzählige Castle’s und Herrschaftshäuser, die großen Reichtum vermuten lassen.  Daneben stehen dann wieder die Ruinen von ehemaligen Klöstern die König Heinrich der VIII in den Jahren 1536 bis 1541enteignete.

 

Die Küste wechselt zwischen großen Sandstränden und Klippen. Leider gibt es kein öffentliches Land. Alles hat einen Zaun. Spazierengehen oder Wandern gehrt nur  auf extra ausgewiesenen Wegen oder öffentlichen Parkanlagen. Nach großen Protesten der Bevölkerung wurde daher in der Vergangenheit das „Public right of way“ eingeführt. In England besteht keine allgemeines Betretungsrecht von Wäldern oder Felder. Nur Wege die mit „public right of way“ oder „Public Footpath” bezeichnet sind dürfen genutzt werden. 

 

Sehr überrascht war ich von der Natur. Alles hat geblüht und es gab sehr viele Tiere. Die Tierarten waren regional unterschiedlich stark vertreten. Es gab Tauben, Fasane, Kaninchen, Rehe. Mit was ich gar nicht gerechnet hatte war ein Tier zu sehen das ich bisher gar nicht kannte.  Es war ein Muntjak, eine aus Asien stammende Hirschart, die kleiner ist als ein Reh und säbelzahnartige Eckzähne hat. 

 

Noch eine Liste der Höhepunkte:

 

Erst die für mich Negativen:

Schloss von Leeds, teuer und keine Hunde auch nicht in den Gartenanlagen. Ich habe es dann nicht besucht obwohl es sehr schön sein soll.

 

Der extreme Verkehr im Großraum London und der unübersichtliche Flughafen von Edinburgh.

 

Jede Menge Positive: 

Die Kathedrale von Ely und die Kathedrale von Canterbury die man auch mit Hund besuchen konnte.

 

Cambridge mit seinen Universitäten.

 

The Broads: Eine wunderschöne Landschaft mit Kanälen und Seen die durch den Torfabbau entstanden ist.

 

The Wash: Größtes Naturreservat von England.  Hier kann man Samphire (Queller) ernten, eine salztolerante Pflanze die im Marschland wächst. Kann roh oder gedünstet gegessen werden, schmeckt nussig und salzig. 

 

York: Eine von den Römern gegründete Stadt mit einem gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtbild und Stadtmauer. Besonders schön ist es, wenn man wie ich das Glück hat, von einem deutschen Studenten eine private Stadtführung zu bekommen.  Vielen Dank dafür.

 

Hadrianswall: Der britannische Limes geht von der Ostküste bis zur Westküste. Heute ist noch viel von der Befestigungsanlage zu sehen und auch einige römische Forts die man besuchen kann. 

 

Holy Island: Eine Insel auf die man nur bei Ebbe mit dem Auto fahren kann. 

 

Feigen im Süden von Schottland und das erstaunlich gute Wetter an der Ostküste. 

Bilder Seite 1

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.