Bilder Seite 2
2. Etappe: Von Köln nach Norderstedt
24.06.2026 bis 01.07.2026
Von geschäftigen Rheinland, quer durch das westfälische Tiefland bis vor die Tore Hamburgs.
805 Km / 995 Hm
Gerade mit dem Fahrrad war der radikale Wandel von urbaner Industriekultur zur rauen windgepeitschten maritimen Natur an der Nordsee sehr intensiv. Die Hitzewelle im Juni war im urbanen Raum eine echte Belastung und an der Nordseeküste gut auszuhalten.
Die Landschaften aus der Radlerperspektive
- Der urbane Niederrhein: Von Köln folgt die Radroute dem breiten Strom des Rheins nach Norden. Die Landschaft ist flach. Chemieparks und Hafenanlagen wechseln sich ab mit überraschend grünen Rheinauen. Auf ausgebauten Uferwegen kommt man gut vorwärts. Aber die Radwege sind auch immer wieder von Baustellen unterbrochen und die Umleitungen schlecht ausgeschildert. Das bremst dann das Vorwärtskommen.
- Die Industriekultur des Rhein-Herne-Kanal-Bandes: Ab Duisburg verlasse ich den Rhein. Es geht auf flachen Treppelwegen direkt am Kanalufer. Hier erlebt man den Strukturwandel hautnah: Ehemalige Zechen und Hüttenwerke wurden in grüne Parks verwandelt. Die Strecke entlang von Kanal oder ehemalgien Bahntrassen ist meist kreuzungsfrei zu fahren.
- Die Parklandschaft des Münsterlandes: Nach dem Verlassen des Ruhrgebiets atmen die Beine durch. Die Landschaft wandelt sich in eine idyllische Kulisse aus grünen Wiesen, dichten Wallhecken und von Alleen gesäumten Wegen. Es ist das flache Eldorado für Radfahrer, unterbrochen von prachtvollen Wasserschlössern.
- Die endlose norddeutsche Tiefebene: Ab dem Dortmund-Ems-Kanal wird das Land noch weiter. Der Horizont weicht zurück, die Felder werden riesig und der Wind zum ständigen Begleiter. Die Strecken verlaufen oft schnurgerade entlang von Kanälen und Moorgebieten.
- Das raue Wattenmeer und die Küste: Ab Wilhelmshaven geht es entlang der Nordseeküste. Man radelt auf oder direkt hinter den mächtigen Deichlinien. Schafe halten das Gras kurz, der Geruch von Salz und Watt liegt in der Luft und der Wind bestimmt radikal das Tempo.
- Die maritime Elbmündung und die Marschlande: Von Cuxhaven aus geht es die Elbe flussaufwärts. Die Landschaft ist geprägt von fruchtbarem Marschland, reetgedeckten Fachwerkhäusern und den riesigen Containerschiffen, die majestätisch vorbeiziehen. Das „Alte Land“ von der Hansestadt Stade bis Hamburg ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas und wunderbar zum Radeln. Nach der Elbüberquerung am Airbuswerk an der Teufelsbrücke durchqueren ich das wellige schleswig-holsteinische Geestland bis Norderstedt.


































































































































