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4. Etappe: Von Hof nach München
07.08.2026 bis 16.08.2026
Durch Sachsen und Böhmen zurück nach Bayern.
992 Km / 6997 Hm
Durch das geschichtsträchtige sächsische Industrie- und Bergbaugebiet geht es nach Dresden, bevor es durch das landwirtschaftlich genutzte Böhmen mit den großen Bädern wieder zurück nach Bayern geht.
Diese Etappe war wegen dem Erzgebirgsvorland und dem Bayrischen Wald die körperlich anspruchsvollste.
Die Landschaften aus der Radlerperspektive
- Das wellige Vogtland und Erzgebirgsvorland: Direkt ab Hof geht es hinein in das sächsische Vogtland. Die Landschaft ist geprägt von dichten Wäldern, tief eingeschnittenen Tälern und einem ständigen, fordernden Auf und Ab. Je näher man Freiberg kommt, desto spürbarer wird der Einfluss des Erzgebirges mit seinen sanften, aber stetigen Steigungen.
- Der Abstieg ins Elbtal: Hinter Freiberg öffnet sich die Landschaft und fällt spürbar ab. Aus den Höhenzügen des Bergbaureviers geht es hinab in das breite Elbtal. Die Stadtgrenze von Dresden kündigt sich durch weite Flusswiesen an.
- Der monumentale Elbcanyon: Hinter Dresden verengt sich das Elbtal dramatisch. Man radelt mitten durch die monumentalen, schroffen Sandsteinfelsen der Sächsischen und Böhmischen Schweiz. Die Felswände ragen links und rechts steil empor, während man auf dem perfekt asphaltierten Elberadweg die Grenze nach Tschechien überquert.
- Das vulkanische Böhmische Mittelgebirge: Ab Litoměřice verlasse ich die Elbe und folge dem Fluss Eger (Ohře) nach Westen. Die Landschaft verwandelt sich in ein faszinierendes Panorama aus markanten, erloschenen Vulkankegeln, die aus den weiten Feldern ragen. Die Straßen werden schmaler und spürbar hügeliger.
- Die Täler des „Saazer Rothopfens“: Anders als in der bayerischen Hallertau, wo die Hopfenfelder oft die Hügelrücken überziehen, radelt man hier durch eine weite, flachere Flusslandschaft. Die gewaltigen, bis zu sieben Meter hohen stählernen und hölzernen Hopfengärten schmiegen sich hier dicht an das Bett der Eger, die das nötige Wasser für die Pflanzen liefert.
- Das waldreiche Kaiserwald- und Bäderland: Rund um Karlsbad steigen die Wege merklich an. Es geht durch einsame, schattige Nadelwälder und tief eingeschnittene Flusstäler. Die Luft ist kühl, die Anstiege sind sportlich, aber die langen Abfahrten durch die historischen Kurlandschaften entschädigen für jede Mühe.
- Der grüne Wall des Oberpfälzer Waldes: Auf dem Weg zurück nach Deutschland (über Cham) durchquere ich das grüne Dach Europas. Die Landschaft ist rau und dünn besiedelt. Charakteristisch sind die dichten Fichtenwälder, versteckten Waldseen und die ständigen, kurzen, knackigen Steigungen, bevor sich das Land in das breite Donautal absenkt. Traumhaft zu fahren war Der Falkensteiner Radweg ab der Ortschaft Wald bis kurz vor Regensburg. 19 Km auf einer ehemaligen Bahntrasse mit durchschnittlich 1% Gefälle.
- Das weite Donautal und die Hügel der Hallertau: Ab Regensburg flacht die Route auf dem Donauradweg zunächst komplett ab. Es geht entspannt entlang der Donau, bevor die Route nach Süden abbiegt und die Hallertau durchquert– das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Die Landschaft ist geprägt von meterhohen Hopfengärten, die wie grüne Labyrinthe die Hügel überziehen. Von Freising geht es am Isarradweg schließlich über Unterföhring nach Hause.
Die Höhepunkte der Ortschaften am Wegesrand
- Hof: Das oberfränkische Tor zu Sachsen mit der historischen Altstadt.
- Zwickau: Die traditionsreiche Automobil- und Robert-Schumann-Stadt mit dem prächtigen Gewandhaus am Hauptmarkt. Beeindruckt war ich vom August Horch Museum zur Geschichte von AUDI.
- Freiberg: Die historische Silberstadt mit der schönen Altstadt die den Zweiten Weltkrieg unzerstört überstand. Im Jahre 1168 wurde hier das erste Silber entdeckt und sorgte für den sagenhaften Reichtum in der Region.
- Dresden: Das „Elbflorenz“, empfängt einen mit der weltberühmten Silhouette aus Frauenkirche, Zwinger und Semperoper direkt vom Radweg aus.
- Děčín (Tetschen): Das majestätische Schloss, das auf einem steilen Sandsteinfelsen direkt über dem Zusammenfluss von Elbe und Ploučnice thront.
- Litoměřice (Leitmeritz): Eine der ältesten und schönsten tschechischen Städte mit einem riesigen, prachtvollen Marktplatz voller farbenfroher Renaissance- und Barockhäuser.
- Louny (Laun): Die gotische St.-Nikolaus-Kirche, deren einzigartiges, zeltförmiges Dach schon von weitem die Silhouette der Stadt prägt.
- Kadaň (Kaaden): Eine historische Königsstadt mit einer komplett erhaltenen Stadtbefestigung und der Henkersgasse (Katova ulička) – der engsten Gasse Tschechiens.
- Karlsbad (Karlovy Vary): Der weltberühmte, kaiserliche Kurort mit seinen prunkvollen Kolonnaden, opulenten Grandhotels und den dampfenden, heilenden Thermalquellen.
- Pilsen (Plzeň): Die Geburtsstadt des Pilsner Bieres mit der monumentalen St.-Bartholomäus-Kathedrale (höchster Kirchturm Tschechiens) und der historischen Pilsner Urquell Brauerei.
- Cham: Das Oberpfälzer „Tor zum Bayerischen Wald“ mit seinem markanten, spätgotischen Biertor direkt am Fluss Regen.
- Regensburg: Das UNESCO-Welterbe mit der am besten erhaltenen mittelalterlichen Großstadt Deutschlands, dem imposanten Dom und der geschichtsträchtigen Steinernen Brücke.
- Abensberg: Der skurrile, farbenfrohe und goldgekrönte Kuchlbauer-Turm – ein echtes Architekturkunstwerk nach den Plänen von Friedensreich Hundertwasser.
- Freising: Der ehrwürdige Domberg und der Stadtteil Weihenstephan, der stolz die älteste noch bestehende Brauerei der Welt beherbergt.






















































































































































